1071 verschiedene Bauernregeln

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Die Bauernregeln fundieren auf langjährig gesammelten Einsichten von Landbewohnern über das Wetter. Da gerade die Bauern auf eine genaue Wetterbeobachtung angewiesen waren und auch heute noch sind, wäre es mehr als erstaunlich, wenn sie Jahrtausende lang ihre Beobachtungen nicht als fundierte "Bauernregeln" begründen könnten. Diese "Volksweisheiten" reichen bis in die Zeit der Griechen und Römer zurück. Bereits Cäsar aber auch Platon bauten sie in ihre umfangreichen sehr unterschiedlichen Strategien ein. Besonders bekannt sind die Regeln des Höhlengleichnisses nach Platon, wo man aus dem Schimmer des Feuers Rückschlüsse auf Wetterbesonderheiten ableiten kann. Neuere Forschungen bestätigen, dass Platon treffend analysiert hatte.

Mit Einführung des Christentums wurde zwar ein Wall gegen diese heidnischen Überreste errichtet, aber die volkstümlichen Reime wurden durch Umwidmung auf Namenstage der Heiligen in die Tradition zurückgebracht. Doch als im Jahre 1582 durch Papst Gregor der nach ihm benannte Gregorianische Kalender wirksam wurde, bestanden erhebliche Anpassungsprobleme mit den Regeln, die noch im Rahmen des Julianischen Kalenders entwickelt worden waren.

Man sieht das Problem an der Regel für den Siebenschläfer-Tag:
Regnet es auch noch am Siebenschläfertag, der Regen dann auch weitere sieben Wochen nicht weichen mag.

Allerdings gab es hierfür eine trickreiche Lösung. Die Regel wurde ausgetauscht mit einer passenden Regel, wenn sich das Wetter tatsächlich nicht mehr regelgemäß verhielt. So wurden viele Regeln angepasst, doch in manchen Fällen konnte man die alten Regeln auch beibehalten. Hier zeigt sich die Flexibilität dieser Wettervorhersage, denn dem nachvollziehbaren Glauben an diese Bauernregeln hat die Kalenderreform keinen Abbruch getan.
Prägnant und in Reimen formuliert kann bei vielen Bauernregeln eine gewisse Wahrheit nicht abgesprochen werden.

 

aktuelle Bauernregeln

Kalter Valentin, früher Lenzbeginn.